Abteilung Disc Golf

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10.04.12, Abteilung Disc Golf

Meisterstück von Dominik Stampfer in Dassel

Die 14 WSCA-Spieler trumpfen auf: Zehn Top Ten-Platzierungen
Im Beruf ist er erst im ersten Ausbildungsjahr, beim Disc Golf lieferte Dominik Stampfer in Dassel jedoch ein weiteres Meisterstück ab. Zum ersten Mal in seiner noch jungen Karriere gewann der 18jährige WSCA-Spieler das mit 129 Teilnehmern größte Turnier 2012 in Deutschland. Der Heidenheimer war damit das „Flaggschiff“ des 14köpfigen Aufgebots des Sportclubs Albuch (WSCA), das mit einem Klassensieg durch Ewald Tkocz bei den Grandmastern und acht Top Ten-Platzierungen glänzte.

Dominik Stampfer startete am Samstag – wie gewohnt – eher verhalten in das Turnier. Nach Runden von 52 (blauer) und 54 Würfen (gelber Kurs) lag er mit drei Würfen unter Par hinter Christian Plaue (103) und Martin Jenny (105/Schweiz) in Lauerstellung. „Bei dem böigen und starken Wind war es nicht einfach zu spielen. Ich habe nicht viel riskiert und mir auch keinen Stress gemacht, weil ich ohnehin wusste, dass der Sonntag mein Tag ist“, sagte der Heidenheimer nach dem Turnier.

Am Sonntag lief dann für den Deutschen Vizemeister alles nach Wunsch: „Die Drives waren das ganze Wochenende gut, aber am Sonntag habe ich endlich gut geputtet.“ In der vierten Runde auf dem gelben Kurs im offenen Gelände nahm Dominik Stampfer mit der besten Runde des Turniers (47/acht Würfe unter Par) dem bis dahin mit vier Würfen führenden Christian Plaue acht Würfe ab und behauptete den Vorsprung von vier Würfen auch souverän im anschließenden Finale.

Auch Michael Stelzer, Vize-Europameister von 2008, war nach Runden von 55 und 52 Würfen überraschend gut ins Turnier gestartet und lag mit nur vier Würfen Rückstand auf den Führenden nach dem ersten Tag auf Platz fünf. Die Leistung des Söhnstetteners erstaunte um so mehr, weil er erst kürzlich von einem längeren beruflichen Aufenthalt in China zurückgekehrt war und keine Möglichkeit hatte, ausreichend zu trainieren. Eine schwächere Runde am Sonntag Morgen auf dem blauen Kurs im Wald mit 59 Würfen (fünf über Par) kostete „Michi“ die mögliche Teilnahme am Finale der besten fünf Open-Spieler. Mit einer guten Schlussrunde (50) sicherte sich Michael Stelzer den hervorragenden achten Platz und ließ dabei mehr als ein halbes Dutzend Spieler hinter sich, die vor dem Turnier höher gehandelt worden waren.

Für Marc Mäding (57/61), der vor zwei Wochen beim 13. Hellsterns Hesselbacher Hofturnier als Zweiter hinter Simon Lizotte und noch vor Dominik Stampfer geglänzt hatte, war der Traum von einem Spitzenplatz bereits nach dem ersten Tag ausgeträumt. Moritz Lang hatte am Samstag einen rabenschwarzen Tag erwischt und blieb mit Runden von 61 und 66 Würfen weit unter seinen Möglichkeiten. Doch beide ließen sich nicht hängen. Marc Mäding verbesserte sich mit Runden von 56 und 53 Würfen in dem hochkarätigen Feld noch auf Platz 20. Und auch Moritz Lang zeigte am zweiten Tag mit Runden von 55 und 59 Würfen eine deutliche Leistungssteigerung und belegte mit Rang 36 ebenso einen Platz im Mittelfeld wie Dirk Elze (Söhnstetten), der 41. wurde.

Für die vier WSCA-Masters-Spieler lief die erste Runde bei dem böigen, ständig drehenden Starkwind, nicht nach Wunsch. Nach dem ersten Tag war Volker Meyer (Ulm), GermanTour-Sieger 2010, nach Runden von 60 und 58 Würfen in dem hochkarätigen Feld Siebter. Martin Fohlert (Ulm) war mit einem Wurf Rückstand Neunter. Jürgen Taube (Esslingen) belegte Platz elf. Ralph Lehmann (Augsburg) rangierte nach einer völlig verpatzten ersten Runde auf Rang 16.

Nach einer tollen 53er-Runde am Sonntag Morgen fehlten Volker Meyer lediglich drei Würfe, um den Top-Flight der besten vier Masters-Spieler für die Schlussrunde zu erreichen. Am Ende wurde Meyer Siebter, Martin Fohlert Neunter. Ralph Lehmann, der sich kontinuierlich steigerte, verbesserte sich noch auf Platz zehn, während Jürgen Taube durch eine 67er-Runde am Sonntag einen Top Ten-Platz verpasste und Zwölfter wurde.

Ein Herzschlag-Finale gab es bei den Grandmastern. Ewald Tkocz teilte sich nach vier Runden mit 247 Würfen Platz eins mit Wolfgang Kraus aus Rüsselsheim. Nur zwei Würfe trennten die vier Finalisten. „Ich kann mich nicht erinnern, dass es bei den Grandmastern in den letzten Jahren ein so stark besetztes Feld mit 13 Teilnehmern gegeben hat“, staunte Elmar Stampfer, der vor Ortwin Pelger (beide Heidenheim) Achter wurde. So erreichte der Deutsche Meister Stephen Defty aus Berlin nicht einmal das Finale.

Eine erfreuliche Vorstellung über weite Strecken boten die beiden WSCA-Nachwuchsspieler Maximilian Tkocz (Geislingen) und Jonas Lehmann (Augsburg). Maximilian Tkocz verbesserte sich mit zwei 58er-Runden am Sonntag noch auf Platz drei hinter den um mehr als zwei Jahre älteren Junioren aus Lünen. Jonas Lehmann wurde Fünfter.

Text: Ewald Tkocz

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