Sportclub Albuch
12.07.10, Abteilung Disc GolfMarc Mäding gewinnt erstes GT-Turnier
Erster GermanTour-Sieg für Junior Marc Mäding
„Endlich, endlich.“ Erleichtert kommentierte Marc Mäding seinen ersten
Gesamtsieg bei einem GermanTour-Turnier. Auf den kurzen, aber sehr
kniffligen Waldbahnen im Wental war Präzision gefragt. „Mein
Genauigkeitsspiel war top“, äußerte der 17jährige zufrieden, „auch wenn
ich anfangs zu zaghaft geputtet habe.“ Mit 14 unter Par gewann der
Steinheimer mit drei Würfen Vorsprung vor dem Deutschen Junioren-
Meister Dominik Stampfer (Heidenheim), Moritz Lang (Söhnstetten) und
Volker Meyer (Ulm). Lang war damit bester Open-, Meyer bester Masters-
Spieler.
Spannende Masters-Konkurrenz
Die Masters-Konkurrenz verlief überaus spannend. Nach zwei von drei
Runden auf dem auf zwölf Bahnen erweiterten Parcours führte
überraschend Karl-Heinz Warnke (Heidenheim) mit 67 Würfen vor den
wurfgleichen Jürgen Taube (Esslingen) und den Ulmern Volker Meyer und
Martin Fohlert (alle 68). Mit der besten Runde des Turniers (29) sicherte
sich Volker Meyer nicht nur den Sieg in der Division, sondern zog in der
Gesamtwertung noch mit Dominik Stampfer, Zweiter bei den Junioren,
und dem Open-Sieger Moritz Lang gleich. Für Meyer war es bereits der
dritte Erfolg in den letzten Wochen nach dem Gewinn der WSCAVereinsmeisterschaft
bei den Herren und dem B-Turnier in Grebenstein.
Jürgen Taube sicherte sich Platz zwei vor dem in der GermanTour bei den
Masters führenden Martin Fohlert.
Moritz Lang triumphiert in der Open-Klasse
Ähnlich aufregend die Dramaturgie in der Open-Klasse, in der nach zwei
Runden vier Spieler innerhalb von nur zwei Würfen lagen: Mit der besten
Schlussrunde des Quartetts sicherte sich schließlich der GermanTour-
Sieger bei den Junioren 2008, Moritz Lang, den Sieg vor Konrad
Haarmann (RDF Reutlingen), Dirk Elze (Söhnstetten) und den
wurfgleichen Dennis Stampfer (Heidenheim) und Markus Moßig (RDF
Reutlingen).
Lothar Henseler fängt Harry Vrba noch ab
Bei den Grandmastern sah Harry Vrba nach zwei Runden wie der sichere
Sieger aus. Er führte mit 67 Würfen deutlich vor den wurfgleichen Lothar
Henseler und Manfred Ketz (beide 70). Doch wie in allen anderen
Divisionen gab auch hier die beste Schlussrunde den Ausschlag zu
Gunsten von Henseler. Der Stuttgarter Manfred Ketz sicherte sich Platz
zwei vor Harry Vrba und Elmar Stampfer, die sich den dritten Rang teilten.
Nathalie Moßig: Barfuß und in Flipflops zum Sieg
Für eine absolute Neuheit in der GermanTour-Geschichte sorgte Natalie
Moßig, die „Reutlinger Patta-Queen“ (Natalie über Natalie). Sie hatte ihre
Schuhe vergessen und musste deshalb, um in ihrer Ausdrucksweise zu
bleiben, „barfuß und in Flipflops den Parcours zocken“. Doch die
allgemeine Belustigung, für die ihr Auftritt sorgte, wandelte sich in
Anerkennung, als es ihr nicht nur gelang, die Damen-Konkurrenz mit 24
Würfen Vorsprung auf Isabell Stöckl zu gewinnen, sondern in der zweiten
Runde trotz zunehmend dreckiger Füße mit einer 38er-Runde einige
Herrschaften des so genannten „starken Geschlechts“ abzuziehen. Ihr
Lohn: 14,78 Punkte und Platz sieben in der GT-Gesamtwertung.
Asse durch Martin Fohlert und Jürgen Taube - „Ring of Fire“
Den Masters-Spielern Martin Fohlert und Jürgen Taube glückte an Bahn
elf ein Ass. Und für Natalie Moßig war der Glückstag, der mit einer
panikmachenden Panne begonnen hatte, noch nicht zu Ende. Im „Ring of
Fire-Wettbewerb“ gewann sie die erste, Elmar Stampfer die zweite Runde.
Dazu werfen alle Teilnehmer, die sich in einem großen Kreis um einen Fangkorb aufgestellt haben, ihre Putter-Scheiben gleichzeitig ins Ziel. Diejenigen Spieler, die ihre Scheibe eingelocht haben, wiederholen dieses Procedere so lange, bis nur noch eine einzige Scheibe im Korb liegen bleibt. Eine gelungene Einlage eines gelungenen Turniers, das Turnierdirektor Dominik Stampfer mit seinen Helfern organisiert hatte. Noch einmal Natalie Moßig: „Vielen Dank an die WSCA-Jugend für ein wunderschönes Turnier, das habt ihr super gemacht. Wir freuen uns auf das nächste Jahr. Vielleicht dann auch wieder in Flipflops oder barfuß. Mal sehen...“
Ewald Tkocz



